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Nach einer Phase der "Frauenfussball-Abstinenz" gönnte ich mir am 23. April 2006 wieder ein Spiel des FFC
Brauweiler. Zu Gast war der SC Freiburg, der gerade in der Rückrunde mehrere Achtungserfolge erzielen konnte. Insbesondere
der Freiburger 2:1-Sieg gegen den FFC Frankfurt ließ die Frauenfussball-Welt doch deutlich aufhorchen. So kam der Gast aus dem Süden sicherlich
als klarer Favorit an die Carl-Diem-Straße. Aus Brauweiler Sicht galt es sicherlich, sich nach den beiden Demütigungen gegen Duisburg und Potsdam
wieder mit einer konkurrenzfähigen Leistung zurückzumelden - und eventuell auch den einen oder alle drei Punkte im Rhein-Erft-Kreis zu behalten.
Die Partie begann zerfahren mit vielen Fehlpässen auf beiden Seiten und Feldvorteil für die Gäste. Die Breisgauerinnen hatten auch die ersten ansätze von Chancen, die erste Großchance
hatte dann aber Susanne Kasperczyk in der 18. Minute, als sie nach einer Hereingabe von Sonja Fuss freistehend den Ball aus elf Metern
über das Tor schoss. Die Partie nahm nun immer mehr an Fahrt auf. Zwar muss man zugeben, dass beide Abwehrreihen sich nicht gerade
für ein Taktik-Lehrvideo empfahlen, doch die vielen Chancen auf beiden Seiten machten die Partie wenigstens für neutrale Zuschauer zu einem extrem kurzweiligen Vergnügen. Gegen Ende des ersten Abschnitts
hatten Sims, Bisby und Ziegler die besten Gelegenheiten zur Führung, auf der anderen Seite scheiterten die Freiburgerinnen bei zwei Kontern nur knapp.
Auch im zweiten Abschnitt blieben Tore zunächst trotz eine unglaublichen Masse von Torchancen aus:
zunächst setzte Freiburg in der 49. Minute einen Foulelfmeter an den Pfosten, dann scheiterte Sonja Fuss innerhalb von drei Minuten gleich dreimal freistehend auf der anderen Seite.
Nachdem Brauweiler zu Beginn der Hälfte klar feldüberlegen war, arbeiteten sich die Gäste zurück und hatten wiederum in den nächsten Minuten drei Großchancen.
Nachdem Sonja Fuss noch zwei weitere Male große Gelegenheiten vergab, das erste Tor der Partie zu schießenl, machte sie es in der 79. Minute besser (der Stadionsprecher sprach von der 82. Minute,
nach meiner Uhr war dies falsch) besser. Dieses Mal hatte Torfrau Alexandra Schwald beim Schuss ins lange Eck keine Chance - 1:0 für Brauweiler. Doch Brauweiler
lud die Gäste zum Gegenschlag ein: zunächst rutschte ein 40 Meter-Freistoß durch die Abwehr, so dass Havva Kutal
freistehend in der 82. Minute ausglich, drei Minuten vor dem regulären Ende war gleich die komplette Brauweiler linke Abwehrseite im kollektiven Tiefschlaf, so dass
Karine Levy keine Probleme hatte, die mustergültige Flanke zu verwerten.
In einem verrückten Spiel, in denen beide Teams eine Unzahl großartiger Chancen hatten, gewinnt Freiburg sicherlich glücklich - die Brauweilerinnen, die einfach
zu viele Chancen für ein Tor brauchten, müssen sich hier aber ganz klar an die eigene Nase fassen.







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