FFC Brauweiler/Pulheim - FFC Turbine Potsdam 0:7 (0:4)

Am 19. Februar war die Winterpause vorbei, das neue Jahr begann mit ein paar Nachholpartien der Hinrunde. Für "meine" Brauweilerinnen stand mit das Match gegen Potsdam auf dem Programm. Die einleitenden Worte könnte ich wohl wortwörtlich aus dem Bericht vom Spiel gegen den FFC Frankfurt übernehmen - letztendlich muss man hier auch von einem Duell ohne sportlichen Wert sprechen. Auch hier musste die Aufgabe für die Gastgeberinnen darin bestehen, das Ergebnis in einem erträglichen Maße zu gestalten - nebenbei konnte man noch gleich Spielpraxis für die wirklich wichtigen Saisonspiele sammeln. Gegen Frankfurt hatte man 0:5 verloren - ein Ergebnis in dieser Größenordnung könnte man wohl auch für dieses Spiel als erstrebenswert bezeichnen. Dem aufmerksamen Betrachter des Hintergrunds der Fotos sei übrigens gesagt: gespielt wurde nicht im Pulheimer Stadion, sondern in Pulheim-Stommeln auf dem Rasenplatz am Schwimmbad.
Um es gleich vorneweg zu sagen: ein Teil der Gastgeberinnen hatte an diesem Tag einfach zu viel Respekt vor dem Gegner. Zwar gab es immer wieder auch gefällige Ansätze in den Reihen der Rheinländerinnen, letztendlich endeten diese gerade im ersten Durchgang meist schon vor der Mittellinie. Wenig überraschend entwickelte sich sehr schnell ein Spiel auf ein Tor. Die Abwehr wirkte oft etwas hektisch - und da auch die in der Hinrunde starke Britta Trescher im Brauweiler-Tor bis zur Pause keinen glücklichen Eindruck machte, fiel in der 10. Minute nach einer Ecke das 0:1 durch Jennifer Zietz. Gegen Mitte der Halbzeit verließ die Brauweiler Abwehr dann auch noch das Glück, so dass Pohlers (27.) und Mittag (29., 33.) die Führung auf drei Treffer erhöhen konnten. Potsdam ließ es dabei bis zur Pause bewenden und verwaltete das Ergebnis, so dass am Ende ein 0:4 zu Buche stand.
Brauweiler kam deutlich verbessert aus der Kabine und konnte auch durch einen Konter von Sonja Fuss in der 59. Minute ein erstes Ausrufezeichen setzen - die Kapitänin scheiterte allerdings freistehend an Nadine Angerer im Potsdamer Tor. Zwar schienen die Gäste mit dem Vorsprung zufrieden, trotzdem konnte Potsdam immer wieder Akzente setzen: so ließ Isabel Kerschowski der deutlich verbesserten Trescher in der 70. Minute mit einem Traumtor keine Chance - 0:5. Brauweiler hatte noch zwei weitere Konterchancen, scheiterte aber am eigenen Unvermögen und an Angerer. Gegen Ende der Partie schwanden dann die Kräfte, so dass Conny Pohlers durch Treffer in der 88. und 89. Minute den verdienten 0:7-Endstand markieren konnte.
Unter dem Strich kann Brauweiler mit dem halbwegs überschaubaren Ergebnis und vor allem auch mit der zweiten Halbzeit hochzufrieden sein. Potsdam startet das Bundesliga-Jahr 2006 mit einem sicheren Pflichtsieg.