FFC Brauweiler/Pulheim - 1. FFC Turbine Potsdam 0:3 (0:1)

Am 21.3.2004 war für beide Mannschaften alles etwas anders als bei jedem normalen nationalen Damenfußballspiel: DFB-Pokal-Halbfinale! Zwei Fernsehteams, eine schier unglaubliche Zahl von Fotografen, ausgelastete Parkplätze, 550 Zuschauer: der Sieger des Vergleichs zwischen dem FFC Brauweiler und den favorisierten Potsdamern durfte das Tickets zum Pokalfinale nach Berlin lösen.
Schon früh in der Partie waren die Rollen klar verteilt: ohne wirklich viele Chancen zu erarbeiten, drückte Potsdam, die mit dem harten Wind spielten, dauerhaft auf das Tor der Gastgeberinnen und kontrollierte das Spiel. Die Pulheimerinnen standen zwar in der Defensive sicher, aber konnten kaum den Ball in die gegnerische Hälfte bringen. So war die Traumkombination der Turbine-Frauen, die in der 15. Minute die Führung bedeutete, mehr als verdient. In der Folge spielten die Gastgeber zwar besser, konnten ihr Spiel aber kaum nach vorne entwickeln. Kurz vor der Pause hatten sie dann aber eine gute Konterchance, das mögliche 1:1 wäre aber auch sehr unverdient gewesen.
Mit dem Wind (und dem immer wieder aufkommenden Regen) starteten die Brauweilerinnen deutlich offensiver ins Spiel. Erste Chancen wurden vergeben, bis in der 58. Minute der Ball nach einem Konter zum zweiten Mal im Brauweiler Tor landete. In den folgenden zwanzig Minuten vergaben die Potsdammerinnen reihenweise beste Chancen, hätten schon locker mit sechs Toren in Fürung liegen können. Doch auch Brauweiler vergab gute Möglichkeiten und spielte auch oft nach vorne zu umständlich, anstatt den Torschuß zu suchen. Zehn Minuten vor Schluß bedeutete das 0:3 die endgültige Entscheidung.
Potsdam dominierte die Partie über neunzig Minuten, während Brauweiler fahrlässig die wenigen eigenen Chancen vergab, um bei der schlechten Potsdamer Chancenverwertung noch einmal ins Spiel zurückzukehren. Die Brandenburgerinnen zogen absolut verdient ins Finale nach Berlin ein.