Eintracht Braunschweig - Duisburg 98 16:15 (3:2, 5:2, 5:7, 3:4)

Nach zwei Wasserball-Spielen auf Bezirksebene in Goslar ging es am 4.4. in die große weite Wasserball-Welt. Zweite Wasserball-Bundesliga im Heidbergbad in Braunschweig zum Ligaspiel gegen Duisburg. Alles war etwas anders, nicht nur die Spielzeit (4x9 statt 4x7 Minuten), auch die analog zum Basketball funktionierende 35-Sekunden-Regel und die bessere Klasse der Spieler machte die ganze Sache deutlich attraktiver, als ich das gewohnt war - und das Spiel sollte sein übriges dazu tun.
Das erste Viertel endete 3:2 für die Braunschweiger, die zwar in Unterzahl als erste zurücklagen, dann aber doch mit 2:1 und 3:2 führen konnten. Die Gastgeber waren zwar spielbestimmend, Duisburg machte aber einen sehr abgezockten Eindruck. Zu Beginn des zweiten Viertels blieb das Spiel noch recht ausgeglichen, doch je näher die Halbzeitpause kam, desto stärker wurden die gelb-blauen. Sie kontrollierten das Spiel plötzlich und gingen verdient mit vier Toren Vorsprung zum Pausentee.
Duisburg schien den Kampf im dritten Drittel aufzunehmen, doch auch nachdem sie zwei Tore einer Fünftoreführung der Braunschweiger wieder zurückgeholt hatten, schien Braunschweig doch das Spiel genügend zu kontrollieren. Schnell war in der 24. Minute die Fünftoreführung zum 12:7 wieder hergestellt, das Spiel schien schon vorentschieden. Doch Duisburg gab nicht auf, traf dreimal in zwei Minuten und konnte in der 27. Minute sogar in Überzahl den 12:11-Anschluß erzielen. Kurz vor der Pause konnte Braunschweig dann die Führung noch auf zwei Tore wieder korrigieren.
Direkt zu Beginn des letzten Abschnitts schienen sich die Gastgeber dann wieder zu fangen, Braunschweig ging durch einen Konter mit 14:11 in Führung. Fortan wurde das Spiel etwas hektisch, und auch wenn die Gäste auf dem besten Weg waren, das Spiel zu kippen, ließen sie sich durch Kleinigkeiten wie zwei Offensivfouls immer wieder leicht aus dem Konzept bringen. Letztendlich war es aber doch die beste Phase der Gäste, die in der 33. Minute in Überzahl 14:14 ausgleichen konnten. Das Spiel war nun einfach nur noch superspannend, auch wenn manche unschöne Szenen im und um das Becken den tollen Eindruck leicht trübten. Beim Spielstand von 15:15 anderthalb Minuten vor Schluß traf Duisburg zweimal das Torgestänge, im Gegenzug fiel das entscheidende Tor zum 16:15-Sieg der Braunschweiger.
Braunschweigs Sieg war sicherlich etwas glücklich, aber nicht unverdient, da sie bis zur Mitte des dritten Viertels die bessere Mannschaft waren. Duisburg hingegen vergab in der Schlußphase, um die Früchte der kämpferischen Leistung zu ernten.